La sala di Pisanello: lo strappo degli affreschi e la scoperta delle sinopie

Trascrizione

Bis in die 1960er Jahre wurde dieser Saal auch „Raum der Fürsten“ genannt, denn oben auf den Wänden verlief ein 1701 entstandener Fries mit Portraits der Gonzaga. Nach genauen Untersuchungen wurden mehrere Schichten älterer Malereien entdeckt und nach reiflicher Überlegung beschloss man, die jüngste Oberflächendekoration zu entfernen.

Seit den 1950er Jahren – nach dem Verlust vieler Fresken aufgrund der Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs – sprachen sich Kunsthistoriker für das Ablösen und Abnehmen aus. In diesem Fall spielte allerdings der weit verbreitete Wunsch, die Skizzen unter der Farbschicht freizulegen, eine große Rolle. Diese Vorarbeiten werden nach der von den Malern dazu verwendeten roten Erdfarbe aus Sinope in Kleinasien Sinopien genannt.

Nach dem Abriss der damaligen Deckenkonstruktion und der Entfernung des Frieses aus dem 18. Jahrhundert kamen zuerst Fragmente einer Dekoration aus vorgetäuschtem Marmor aus dem 16. Jahrhundert und dann der Freskenzyklus von Pisanello zum Vorschein.  Auch diese Wandbilder, die ein figurenreiches Ritterturnier darstellen, wurden mit der Hilfe von aufgerollten Tüchern abgenommen.

In diesem Fall löste man nicht nur das Fresko von der Wand, sondern auch die entsprechenden Sinopien, die Sie heute in der nahegelegenen Sala dei Papi – dem Saal der Päpste – betrachten können. Dieser Raum wurde nach einem Fries aus dem 16. Jahrhundert mit Portraits von Päpsten benannt, von dem nur ein kleines Fragment erhalten ist. Dort hat man die Gelegenheit, Pisanellos vorbereitende Skizzen in schwarzer und roter Erdfarbe mit dem in diesem Saal wiederhergestellten Werk in seiner endgültigen Gestalt zu vergleichen.