Das Konzil von Trient

Trascrizione

Willkommen im Diözesanmuseum Trient! Dieses Museum war eines der ersten seiner Art in Italien und wurde bereits 1903 gegründet, um das künstlerische Erbe der Diözese zu bewahren und zu fördern... Die Diözese Trient war jedoch bis Anfang des 19. Jahrhunderts eine ganz besondere, eine Realität zwischen Kirche und Reich, geführt von einem Bischof, der gleichzeitig auch Fürst war. Daher wurde sie 1545 ausgewählt, das ökumenische Konzil zu beherbergen, den ersten Punkt unserer Tour. 

Aber fangen wir doch am Ende an, denn eine der wenigen Darstellungen des Konzils, links von dir, wurde während seiner Abschlussphase im Jahr 1563 graviert und gedruckt. Das Bild dokumentiert getreu eine typische Konzilssitzung, die so genannte Kongregation, und wurde von zeitgenössischen und späteren Künstlern unzählige Male nachgebildet. Unter ihnen war auch der Trentinische Maler Elia Naurizio, der 1633 das große Gemälde rechts von dir gemalt hat, auf dem die Namen der zwanzig wichtigsten Persönlichkeiten zu lesen sind. Erkennst du jemanden? Keine Sorge, wahrscheinlich hatten auch die damals weniger als 8000 Bewohner von Trient Schwierigkeiten, sie unter den fast 2000 Prälaten, Theologen, Delegierten und Botschaftern, die in der Stadt wohnten, zu unterscheiden. 

Das Konzil wurde von Papst Paul dem Dritten auf Drängen von Kaiser Karl dem Fünften einberufen, um die religiösen Spaltungen, welche durch die lutherische Reformation verursacht wurden, zu bewältigen. Die erste Phase der Versammlung, von 1545 bis 1547, fand hauptsächlich in der Kathedrale von San Vigilio statt, wo die Dekrete offiziell verabschiedet wurden. Wenn du durch die Glastür gehst, kannst du eine moderne Kopie eines Gemäldes des Inneren der Kathedrale und der Holzkonstruktion sehen, die speziell für die feierlichen Sitzungen gebaut wurde. 

Eine zweite Arbeitsphase, zwischen 1551 und 1552, brachte den Dialog zwischen Katholiken und Protestanten nicht wesentlich voran, ermöglichte jedoch der Kirche, die wichtige Debatte über das Sakrament der Eucharistie zu lösen, über die ich im Hörstück über den Maler Paolo Naurizio sprechen werde. 

Die Arbeiten wurden 1562 mit einer stärkeren Präsenz nationaler Vertretungen wieder aufgenommen, was zur Verlegung der Kongregationen in die Kirche Santa Maria Maggiore führte, wie im Druck und Gemälde am Eingang dargestellt. Das Konzil endete offiziell am 4. Dezember 1563. 

Obwohl weder der Papst noch der Kaiser jemals daran teilnahmen, war das Konzil erfolgreich bei der Formulierung einer organischen Sakramentallehre, der Überarbeitung der Liturgie und der disziplinären Reform des Klerus, welche die Diözesen in ihren pastoralen Aufgaben stärkte.