Wie sind die Dolomiten entstanden?

Die Contrin-Formation entstand in der Mitteltrias, d.h. vor etwa 240 Millionen Jahren. Wie? Nach der Sedimentation von Kalkalgen Skeletten auf dem flachen Meeresboden.

Um zu verstehen, wie sich das Ganze abgespielt hat, muss man sich daran erinnern, dass diese Orte damals auf einem anderen Breitengrad lagen, denn die Platten der Kontinente bewegen sich ständig. Es war eine warme Umgebung, wie jene, in der heute Korallenriffe in tropischen Meeren wachsen. Das Wasser war flach und auf dem Meeresboden sammelten sich Algenskelette, die aus Kalziumkarbonat bestanden und sehr porös waren.

Millionen von Jahren später waren diese Skelette zu Felsen geworden! Sie waren von heißen, magnesiumreichen Flüssigkeiten vulkanischen Ursprungs durchströmt worden. Dabei entwickelten sich komplexe chemische Reaktionen, wodurch Magnesiumsalze einen Teil des Kalziumkarbonats ersetzten.

Weil das Magnesiumatom aber größer ist, als das Kalziumatom, hat es im Gestein viel Platz eingenommen, der vorher leer war: Das Ergebnis dieser chemischen Umwandlung ist ein Gestein – der Dolomit – der viel härter und schwieriger zu brechen ist, weil er sehr dicht ist.

Im Laufe der Jahrtausende hat die Erosion viele Sedimente weggespült, aber nicht jene Bereiche, die zu hartem Dolomit geworden waren. Sie sind immer noch vorhanden: Auf dem Gipfel dessen, was später zu Bergen wurde.

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