Trascrizione
Mit dem Ausbruch der Kampfhandlungen zwischen Österreich-Ungarn und dem Königreich Italien im Mai 1915 befand sich die Bevölkerung des zimbrischen Hochlandes inmitten eines Kriegsgebiets. Nach dem allgemeinen Evakuierungsbefehl der Militärbehörden war die gesamte Bevölkerung - vor allem Frauen, ältere Menschen und Kinder - gezwungen, in aller Eile Lebensmittel, Kleidung und ein paar persönliche Gegenstände zusammenzusuchen, um mit dem Zug nach Oberösterreich und Böhmen zu fahren. Diese Familien wurden dann in speziell errichtete Flüchtlingslager eingeteilt, wie z. B. das Lager Braunau für die Einwohner von Lafraun. Trotz des Versuchs, das Leben in den so genannten "Holzstädten" zu normalisieren - mit Kirchen, Schulen, Krankenhäusern und sogar bescheidenen Geschäften - forderten Hunger, Kälte und Krankheiten in den Jahren des Exils viele Opfer, insbesondere unter Kindern und älteren Menschen. Die Evakuierten aus Lafraun konnten erst im Dezember 1918, als der Krieg zu Ende war, in ihre Heimat zurückkehren.
Von Magrè aus konnte man damals die Bomben auf das Werk Gschwent fallen sehen. Abends konnte man nicht zu Hause schlafen, sondern war gezwungen, im Keller zu nächtigen, aus Angst, dass die Bomben die Häuser treffen könnten. Nach ein paar Tagen kam das Militär mit dem Befehl, die Bevölkerung zu evakuieren, und so gingen wir und verließen unsere Häuser schweren Herzens, wobei wir versuchten, das Nötigste mitzunehmen. Aber keiner von uns wusste, was uns erwartete.
Nach dieser direkten Zeugenaussage von Quarto Penner aus Lafraun, der damals noch ein Kind war, geht der Audioguide am Ende des Ganges weiter, und zwar auf der linken Seite, wo sich die ehemaligen Küche befindet.